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WASSER

 

Ich glaube, jeder weiß um die Wichtigkeit des Wassers für den menschlichen Körpers bescheid. Trotzdem begegne ich oft Wanderern, welche Tagestouren mit einer Halbliter Wasserflache machen. Auch wenn Wasser schwer ist, so ist das Mitführen von genügend Wasser eine Frage der Vernunft eines jeden Bergsteigers.

 

In manchen Gebirgsgruppen, wie den Hohen Tauern (Urgestein) gibt es alle Kilometer einmal eine Quelle oder einen Bach - hier ist das Problem nicht so groß. Gröbere Wasserprobleme gibt es in Kalkgebirgen, wo das Wasser nicht oberflächlich abrinnt wie im Urgestein, sondern sofort versickert. Hier ist auf jeden Fall auf einen ausreichenden Wasservorrat zu achten und schon bei der Routenplanung muss man einkalkulieren, wie weit es von Quelle zu Quelle ist.

 

Eine Geschichte, die ich selbst erlebt hatte, zeigt aber auch, dass man sich nicht immer auf Quellen verlassen kann. Ich habe mit meiner Jugendgruppe von der Pfarre eine Zweitageswanderung vom Gippel zum Göller gemacht (Niederösterreich). Das Wasser war genau so rationiert, dass wir es bis zu einer Alm schaffen, auf der drei (!) Quellen eingezeichnet waren. Die erste Quelle stellte sich als eine Kuhtränke heraus, die nicht mehr als ein Schlammloch war. Die zweite und dritte Quelle waren in Schächte gefasst und anscheinend für die Trinkwasserversorgung im Tal gedacht. Man hörte zwar das Wasser gluckern, aber für den Wanderer war kein einziger Tropfen Wasser verschwendet. Durstig wie wir waren, mussten wir die Tour abbrechen und beim ersten Bach im Tal, knieten wir uns wie die Kühe an den Bach und tranken was das Zeug hielt.

 

HAFTUNGSAUSSCHLUSS (DISCLAIMER): Diese Angaben erheben KEINEN Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Jeder Mensch, welcher alpines Gelände betritt muß sich über seine Fähigkeiten im klaren sein! Für ungeübte empfiehlt sich daher ein Kursbesuch im Alpenverein oder die Mitnahme eines Bergführers. SOLLTEN IN DIESEM ARTIKEL FEHLER ENTDECKT WORDEN SEIN, SICH BITTE UMGEHENST BEI MIR ZU MELDEN!

 

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