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Lappland im Winter
Kiilopää - Suomunruoktu

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16. Februar 2002
Schitour, Tag 1: Schneesturm und mühsame Kilometer

Um 7.30 Uhr war Tagwache um um 8 Uhr beim Frühstück zu sein. Das Wetter zeigte sich nicht von der freundlichsten Seite. Es hatte zwar nur -9°C, aber es war stark bewölkt und kaum starteten wir unsere Schitour begann es auch schon zu schneien.

Die ersten 6 km gingen wir auf einer gespurten und markierten Loipe. Das Wetter wurde immer schlechter und als wir von der Loipe abbiegen mussten, war die Sicht auf Null gesunken. Unter diesen Wetterbedingungen mussten wir einen Pass zwischen zwei Fjells überqueren. Da nicht einmal zu erahnen war, ob man gerade bergauf oder bergab ging, nahmen wir unseren Kompass hervor, mit dem wir im Blindflug tatsächlich über die Fjells kamen.

Endlich sahen wir die ersten verkrüppelten Moorbirken, welche im Nachbartal wuchsen. Doch die Freude sollte nicht von langer Dauer sein. War man auf den Fjells Schnee und Sturm ausgesetzt, so sank man hier in den Birkenwäldern bis zu den Knien im lockeren Schnee ein ... wir wussten nicht, was das kleinere Übel ist - die Kälte und der Sturm auf den Fjells oder der weiche Schnee in den Wäldern.

Gott sei Dank fanden wir recht bald eine alte, zugeschneite Schispur, auf der man nicht so weit einsank.

Am späten Nachmittag zog dann ein Graupelschauer über uns hinweg und damit verbunden, stieg die Temperatur auf +2°C. Den finnischen Skiern schienen diese tropischen Temperaturen nicht zu passen uns so pappte der Schnee furchtbar auf der Unterseite der Schi an, sodass man das Gefühl hatte, Reibeisen umgebunden zu haben.

Schon fast in der Finsternis kamen wir schließlich bei der ersten Selbstversorgerhütte an. In diesen Hütten gab es Brennholz, einen Ofen, Gasherd, Tisch und Liegeplätze ... und das Beste ... die finnische Nationalparkverwaltung stellt diese Hütten gratis zur Verfügung. Dieses System funktioniert aber nur, wenn alle Wanderer und Tourengeher die Hütten auch sauber halten und zu unserem Erstaunen funktioniert das in Finnland tadellos. Die Hütten waren jedes mal feinsäuberlich gekehrt und es lag immer vorgehacktes Brennholz bereit.

     

Unsere Schitour. Vom Kiilopää Fjell Center (links) gingen wir zur Suomunruoktu-Hütte und weiter zu Tuiskukuru-Hütte, von der wir einen Tagesausflug auf die Amupäät Fjelle machten.

Den geplanten Aufstieg zum Sokosti mussten wir aufgrund mangelnder Kondition und nicht vorhandener Spuren bleiben lassen.

Der Rückweg erfolgte auf der selben Route.

 

Hier müssen wir von der Loipe abzweigen - das Wetter ist denkbar schlecht.

Bild: Alois M. Holzer

 

Whiteout - wie geht es weiter. Mittels Kompass kommen wir schließlich über die Fjells.
 

Es wird immer dunkler und die Hütte ist noch immer nicht sichtbar. Außerdem trägt der pappige Schnee sein weiteres für ein langsames Fortkommen bei.
 

Schließlich taucht die Hütte auf. Der linke Teil ist für zahlende Gäste reserviert, der rechte Teil der Hütte hingegen immer frei zugänglich.
 

In der Hütte angekommen gibt es zum Abendessen Hühnerreis - danach kehren die Lebensgeister wieder zurück.

Bild: Alois M. Holzer

 

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