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17. Februar 2002
Schitour, Tag 2: Viele Höhenmeter und der Kampf mit den Ski
Obwohl wir um 7.30 Uhr aufstanden, kamen wir
erst um 9 Uhr weg ... es lebe das allmorgendliche Chaos.
Draußen wartete ein
traumhafter, fast wolkenloser Tag auf uns und so machten wir uns voller
Euphorie auf den Weg. Die alten Schispuren waren im windgeschützten Wald
gut zu sehen und so ging es rasch weiter. Jedoch ereilte mich nach nur
fünf minütigen euphorischen Marschierens eine Panne. Eine meiner Bindungen
hatte sich zerlegt. Die Schraube, die den Spannriemen hielt war gebrochen.
Mit Hilfe einer Drahtkonstruktion konnte ich den Riemen wieder fixieren
und dieses Provisorium sollte auch bis zum Ende der Tour halten.
Als wir die Brücke über den
Suomujoki überquert hatten, teilten sich die Spuren. Eine Spur folgte den
Flusslauf, die andere hingegen ging gerade in den Wald weiter. Wir
entschlossen uns für die Waldspur, da wir annehmen mussten, dass die Spur
entlang des Flusses nicht hinauf zur zu querenden Hochfläche führte.
Bald stellte sich heraus,
dass diese Spur zwar auf die Hochfläche führen würde, aber den steilen
Sommerweg folgte. Da wir jedoch keine Spur fanden, welche uns zum
Winterweg führen könnte, blieben wir am Sommerweg.
Auf der Hochfläche verloren
sich bald die Spuren, jedoch machte uns das gute Wetter die Orientierung
leicht. Als wir wieder in den Wald kamen fanden wir wieder Spuren, welche
uns in einer wilden Abfahrt hinab zur Tuiskukuru-Hütte führten.
In der Hütte hatte es -7°C
und wir benötigten einige Zeit um eine angenehme Temperatur zu erreichen.
Plötzlich sahen wir, wie die Landschaft draußen in einem schwachen
grünlichen Licht aufschien und ein Blick auf den Himmel bestätigte unsere
erste Vermutung - Nordlichter. Diese Nordlichter übertrafen die
Nordlichter in Kiilopää bei weitem. Innerhalb der Vorhänge und Bögen gab
es oft flackernde und tanzende Bewegungen ... ein eindrucksvolles
Schauspiel und wie drei Schneemänner standen wir in der Kälte um uns
dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen.
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