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Wien - Reisetipps |
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Reiseführer gibt es von Wien ja mehr als genug, es ist daher meiner Meinung nach nicht nötig noch einmal alle Sehenswürdigkeiten aufzulisten und zu werten. Ich will auf dieser Seite viel mehr ein paar Tipps geben, was man in Wien abseits von Sightseeing machen kann.
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Wien war schon immer das Tor zum Balkan (natürlich aus Sicht eines Westeuropäers) und hat so als Schnittpunkt zwischen Ost und West eine große Bedeutung gehabt. Diese Bedeutung würde ich weniger als Bedeutung politischer Natur bezeichnen, sondern die Vermischung der Kultur des Balkans und der westeuropäischen Kultur hat sich in Wien vor allem im Alltagsleben bemerkbar gemacht - unter anderem auch im Wiener Dialekt. In Wien ist alles langsamer ... der Kellner, der Arbeiter, der Beamte ... "nur ned hudln" (wienerisch: nur keine Eile) ist eine typische Lebensphilosophie des "Wieners". Wien ist zwar nicht der Balkan, aber Wien ist auch nicht Deutschland und für viele westeuropäische Touristen kann es schwer sein sich in dieser typisch, wienerischen Kultur zurechtzufinden. Wien war schon immer eine Einwandererstadt. Waren es in der Monarchie vor allem Böhmen (Vergleiche einmal das Wiener und das Prager Telefonbuch und Du wirst keinen Unterschied in den Nachnamen finden), Ungarn und Kroaten, so kamen nach den Kriegen vor allem Jugoslawen und Türken nach Wien. Meiner Meinung nach ist gerade dieses Faktum, das was Wien zu etwas besonderen macht, zu einem Schmelztiegel zwischen Westeuropa und Osteuropa.
Wien liegt bereits im Einflussbereich des kontinentalen Klimas, mit heißen Sommern und kalten Wintern. Die Sommer in Wien sind oft von großer Hitze geprägt. Das Wetter von Wien ist stark von den großräumigen Windzirkulationen abhängig. Eine lang andauernde Westwetterlage kann einem mit Temperaturen um die 20°C und Regenschauern den Sommer ziemlich vermiesen, während Hochdrucklagen im Sommer die Temperaturen in Wien schnell über 30°C schnellen lassen und so alle Wiener in die Freibäder und auf die Donauinsel treiben. Der Winter ist in Wien (wettermäßig) nicht sehr spannend. Während Westwetterlagen meist nur Regenschauer (manchmal Schneeschauer) und mildere Temperaturen um die 10°C bringen, kann es bei einem ausgedehnten Hochdruckgebiet über Osteuropa sein, dass in Wien wochenlang die Sonne durch Hochnebel verdeckt ist und der kalte, feuchte Ostwind durch die Straßen pfeift. Einzig Adriatiefs, welche weiter in den Balkan und nach Ungarn ziehen können teils beträchtliche Schneemengen nach Wien bringen.
Wien ist eine sehr sichere Stadt und es gibt keine Bezirke, welche man meiden sollte. Der Drogenhandel in Wien beschränkt sich im wesentlichen auf ein paar wenige U-Bahn Stationen. Besonders am Karlsplatz (Oper, U1, U2, U4) und auf der U-Bahn Station Kettenbrückengasse (Naschmarkt, U4) begegnet man recht dubiosen Gestalten, welche einem aber in Ruhe lassen. In den letzten Jahren hat vor allem das Betteln in den U-Bahn Stationen und auch auf den Straßen zugenommen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln versuchen oft (angeblich) taube Hausierer kleine Stofftierchen zu verkaufen. Falls Sie Wien mit dem Fahrrad besuchen, achten sie bitte immer darauf, dass das Rad sehr gut abgeschlossen ist (am besten mit zwei Schlössern), da sich vor allem in den letzten Jahren Fahrraddiebstähle gehäuft haben. Trotzdem ist Wien eine sichere Stadt und abgesehen von Taschendiebstahl gibt es in Wien kaum Raubfälle.
Prinzipiell kann man fast alle Hauptsehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen. Die Innenstadt (innerhalb der Ringstraße) ist gut überschaubar und in 15 Minuten zu Fuß zu durchqueren. Für Sehenswürdigkeiten wie Schloss Schönbrunn oder das Belvedere sind Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu machen. Eine Einzelfahrt kostet 1.50 Euro. Es zahlt sich z.B. aus eine 3-Tages Karte zu kaufen, welche auch gleich Ermäßigte Eintrittspreise beinhaltet (Vienna Card 17 Euro). Wenn Sie ein Konzert besuchen, schauen Sie bitte auf die Rückseite ihrer Eintrittskarte. Oft gilt die Eintrittskarte auch als Fahrschein. Weiters fahren Schüler in den Ferien gratis mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Schülerausweis benötigt). Autofahren in Wien kann zu einem Stress ausarten. Undurchsichtige Einbahnsysteme, viel Verkehr und aggressive Fahrer können einem um das Vergnügen bringen. Außerdem sind alle inneren Bezirke Kurzparkzonen [www], wobei man sowieso kaum Parkplätze findet. Ich empfehle daher vollkommen auf Bus, Straßenbahn und U-Bahn umzusteigen.
Wien ist die Stadt der Musik, doch wie ist es für Touristen möglich nicht in einer Touristenfalle zu tappen? Überall in der Stadt laufen verkleidete Mozarts herum, welche Karten für klassische Konzerte verkaufen. Diese Konzerte in "Originalkostümen" aus der Zeit Mozarts sind manchmal qualitativ sehr schlecht und gleichen eher einem Maskenball als einem Konzert. Ein halbwegs gutes Touristenkonzert gibt es in der (alten) Börse (Vienna Walzer Orchestra). Ansonsten Empfehle ich eher die Konzerte in mit den renommierten Orchestern zu besuchen. Ein besonderes schönes Ambiente bietet das Konzerthaus und die Staatsoper. Die Links zu diesen Häusern finden Sie am Ende dieser Seite. Karten gibt es entweder direkt an der Abendkassa oder in einem der vielen Kartenbüros in der Innenstadt.
Im Sommer leidet Wien oft unter der brütenden Hitze und die gesamte Stadt befindet sich entweder an den kroatischen oder italienischen Stränden, beziehungsweise auf der Donauinsel (wo man auch gut Rad fahren kann) um dort einen Sprung in das kühle Nass zu machen. Ein weiterer Treffpunkt auf der Donauinsel ist die sogenannte Copa Cagrana, wo man bis spät in die Nacht hinein Tanzen kann und sich an einer der vielen Bars einen Cocktail kaufen kann. Ein besonders schönes Freibad für heiße Tage ist das Schafbergbad [www], von dem man einen wunderschönen Blick auf Wien hat. Abgesehen von den vielen Freibädern und den Badefreuden auf der Donauinsel (tw. auch Nacktbaden erlaubt) ist die Stadt kulturell eher ausgestorben. Die großen Orchester sind alle auf Tournee und über dir Hälfte der Leute auf der Kärntnerstraße sind Touristen. Nachdem im Frühjahr viele lokale Festivals und die Wiener Festwochen über die Bühnen gegangen sind, so kann man im Sommer vor allem Musicals besuchen oder sich auf den Rathausplatz setzen, wo es jeden Abend nach Sonnenuntergang ein Konzert oder eine Oper auf Großleinwand zu sehen gibt. Außerdem bieten unzählige Stände Essen aus verschiedenen Nationen und Regionen an. Eine andere Möglichkeit sich die Zeit zu vertreiben, ist ein Besuch eines der Freiluft Kinos im Augarten [Kino unter Sternen] [Austria Film Archiv]. Wer es lieber etwas bunter haben will kann auch in den Prater [www] gehen, wo man seinen Mut in den Geisterbahnen und Hochschaubahnen erproben kann. Der Sommer eignet sich auch gut ein bisschen ins Grüne zu fahren. So kann man mit dem Autobus (38A) z.B. Richtung Cobenzl oder Kahlenberg fahren um dort ein paar kleine Wanderungen im Wienerwald zu machen und gleichzeitig den wundervollen Blick auf Wien zu genießen. Eine andere Möglichkeit ist eine Fahrt zum Neusiedlersee (größter Steppensee Europas), wo man gut radfahren, segeln oder baden kann. Die Schnellbahnen fahren jede Stunde vom Ostbahnhof (Südbahnhof) nach Neusiedl am See.
Im Winter tut sich in Wien kulturell am meisten. Alle Orchester befinden sich in der Stadt und zusätzlich gibt es in der Vorweihnachtszeit auch viele kleinere Konzerte in Kirchen. Außerdem bieten die vielen Christkindlmärkte, Punsch- und Maronistände immer eine gute Möglichkeit sich wieder aufzuwärmen. Ansonsten kann es auch sein, dass sich Wien im Winter nicht von seiner schönsten Seite zeigt. Es ist alles grau und über der Stadt kann tagelang eine undurchdringliche Hochnebeldecke liegen, welche die Sonne verdunkelt. Dazu weht dann noch ein kalter Ostwind. Ein weiterer Höhepunkt des Wiener Winters ist der Silvesterpfad, welchen ich aber nicht weiterempfehlen kann, außer man liebt Menschengedränge in der Innenstadt, Alkoholleichen und Schwarzpulvergestank von den Raketen. Im Winter ist in Wien auch die Ballsaison. Vor allem im Jänner und Februar gibt es jeden Tag mehrere Bälle in Wien ... vom Schulball bis zum Opernball, vom Jägerball bis zum Zuckerbäckerball, jede Gruppe hat ihren Ball. Informationen über Ballveranstaltungen finden sie im Wiener Ballkalender [www]. Wenn man im Winter länger in Wien ist kann man auch ohne weiters Schifahren gehen. Es gibt recht günstige Zugverbindungen von Wien zum Schigebiet Semmering (1h), bei denen gleich die Liftkarte inkludiert ist. Außerdem verkehren auch Busse von Wien zum Hockar und zum Ötscher (2h), wo die Pisten nicht ganz so überfüllt sind wie am Semmering. Erkundigen Sie sich am besten beim nächsten Reisebüro oder bei der ÖBB über Skiangebote. Wer lieber Eislaufen will, kann dies (bei kalter Witterung) am Neusiedlersee tun oder man fährt mit dem Bus zum Schlosspark nach Laxenburg, wo man in den vielen Kanälen des Schlossparks recht gut Eislaufen kann.
Wien und die Kaffeehauskultur sind unzertrennbar verbunden. Es ist noch heute üblich sich ins Kaffee zu setzen einen Melange (Kaffee mit Milchschaum) zu bestellen und in Ruhe die dort aufliegenden Tageszeitungen zu studieren oder aber auch zu lernen. Zwar sind die Kaffee und Kuchenpreise oft nicht billig, aber man darf sich im Kaffeehaus so lange aufhalten wie man will. Die berühmtesten Kaffees in der Innenstadt sind das heruntergekommene Havelka, das noble Café Central und das Griensteidl am Michaelerplatz. Beim Burgtheater befindet sich außerdem noch das große Café Landtmann. Abgesehen von den bekannten Kaffees findet man in jeder Gasse zumindest ein Kaffeehaus, welche in etwas alle die selben Qualitätsstandards haben (viele Kaffees, bequeme Sitze, unzählige Torten und einen mehr oder weniger unfreundlichen Kellner). Also einfach zurücklehnen und das Flair genießen.
Österreich hat seit einigen Jahren den Euro als Währung. In Österreich ist es prinzipiell üblich alles bar zu bezahlen. In letzter Zeit kann man aber auch schon in fast jeden Geschäft mit Bankomatkarte (Maestro) bezahlen. Kreditkarten werden in vielen Geschäften nicht akzeptiert ... so kann man z.B. in den Supermärkten nicht mit Kreditkarte bezahlen. Schecks sind in den letzten Jahren gänzlich aus der Mode gekommen und werden nur in sehr wenigen Geschäften akzeptiert.
Es ist nichts außergewöhnliches für einen Wiener in ein Restaurant essen zu gehen und daher sind die Essenspreise in den meisten Restaurants auch sehr moderat. Was jedoch recht teuer beim Essen gehen kommt sind die Getränke (vor allem die alkoholfreien), was dann im Endeffekt doch wieder die Rechnung deutlich erhöht. Im Prinzip muss man für ein Hauptgericht und ein Glas Saft oder Bier mit 10 Euro pro Person rechnen. Abgesehen von den klassischen Gasthäusern und Beisln, welche Wiener Küche anbieten, gibt es Wien auch eine Vielzahl an Restaurants mit ausländischer Küche. Abgesehen von Pizzerias, Chinesen und kleinen Kebab-Lokalen findet man auch (vor allem um die Burggasse) recht viele Inder. Dafür gibt es recht wenige südamerikanische, arabische oder persische Restaurants. Hier eine Liste von ein paar guter und/oder billiger Restaurants:
Informative Wien Seiten:
- Wien.at ... die offizielle Wien Seite. Hier finden Sie alles - Vienna Night ... Lokaltipps und Nightlife in Wien - Fotos und Webcams in Wien (wien.at) - Tourismusvideo von Wien (download) [download im .mov Format]
Sehenswürdigkeiten im Web:
- Haus des Meeres / Vivarium Wien und Kletterwand am Flakturm
Museen:
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Naturhistorisches Museum
Kultur:
- Musicals in Wien (Theater an der Wien, Ronacher, Raimund Theater)
Restaurants:
Sonstiges:
- Wiener Linien (öffentlicher Verkehr) [Tourist Info] - Votivkino - Filme in Originalfassung - Der Falter - die Wiener Stadtzeitung mit vielen Kulturtipps - Nachrichten aus Wien bei ORF ON
Falls Du noch weitere Links kennst, schreibe mir doch ein Mail stefan@eisenbach.at
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