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Hoher Sonnblick
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Der Rauriser Sonnblick und der Hocharn sind äußerst beliebt bei Schitourenfans. An schönen Wochenenden kann man über 500 Tourengeher zählen die einen dieser beiden Gipfel erklimmen wollen. Der um 150m höhere Hocharn ist bekannt für seine weitläufigen, schönen Abfahrten (Hangausrichtung Ost bis Nord), der Sonnblick ist vor allem beliebt, weil es am Gipfel eine Einkehrmöglichkeit gibt. Der Aufstieg: Ausgangspunkt der klassischen Sonnblick Route ist das Naturfreundehaus am Kolm-Saigurn. Der erste Teil des Aufstieges führt entlang des Sommerweges bis zum Neubauhaus. Von dort an folgt man dem Talboden (im Sommer der Gletscherlehrpfad) bis kurz vor dem Gletschertor auf einen ostwärts verlaufenden Grat stößt, der einem zur Rojacherhütte führt. Vor der Rojacherhütte muß man sich entscheiden ob man lieber die leichte Variante (auf der Karte rot eingezeichnet) durch das Tal unterhalb der Rojacherhütte geht oder ob man lieber den Gratweg folgt (orange Linie [Karte]) und vor der Steilstufe im Grat rechts zum Gletscher quert. Diese Querung ist äußerst steil und sollte nur bei geringer Lawinenwarnstufe und guten Sichtverhältnissen gemacht werden. Bei der leichten Route quert man unterhalb der Rojacherhütte zum mittleren Goldbergkees und geht am flachen Gletscher bis zur Steilstufe zwischen mittleren und oberen Goldbergkees.
Übernachtung und Sonnblick Observatorium: Falls jemand am Sonnblick übernachten will, so steht vor dem Zittelhaus ein kleines Steinhaus mit einem Winterraum zur Verfügung Der Winterraum ist nicht beheizbar, es befinden sich aber Filzdecken darin. Der Schlüssel ist beim Wetterbeobachter im Observatorium zu holen. Im Observatorium selbst gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten! Man kann jedoch durchaus ins Observatorium gehen um dort um Teewasser oder um Kleinigkeiten zum Essen bitten. Dies ist jedoch ein freiwilliges Service der Wetterwarte und man sollte nicht darauf vertrauen, wirklich etwas zu bekommen. Die Beobachter haben genug mit Messungen und Wetterbeobachtungen zu tun und man sollte daher eine mögliche Abweisung der Beobachter akzeptieren! Die Abfahrt: Die einfachste Abfahrt führt entlang der Aufstiegsroute (über oberes und mittleres Goldbergkees) hinab zum Kolm-Saigurn. Im oberen Teil des Goldbergkees kann man sich jedoch entlang des Grates halten und sich eine der drei steilen Rinnen hinab zum mittleren Teil des Goldbergkees aussuchen (blaue Striche auf der Karte). Die steilste Rinne ist die Rinne die man bei der Aufstiegsvariante über den Grat queren muss.
Vom mittleren Teil des Gletschers hat man zwei Möglichkeiten zum Gletschertor abzufahren. Die leichte Variante ist wie der Aufstieg über die Rojacherhütte, wobei man nicht am Grat fahren muss, sondern die Hänge vor dem Grat (südl.) nehmen kann. Bei der steileren Variante muß man den flachen, mittleren Teil des Gletschers queren, bis man zum letzten Gletscherabbruch kommt, wo es eine gute (sehr steile) Abfahrmöglichkeit zum Gletschertor gibt (grüne Linie [Karte]). Diese Variante ist nur bei ausreichender Schneelage zu empfehlen, da es im Anfangsbereich des Gletscherabbruches zahlreiche Gletscherspalten gibt (oder man fährt am Seil). Vom Gletschertor (wo alle Varianten wieder zusammentreffen) geht es flach dem Tal bis zur Neubauhütte entlang, von der aus viele schöne Gräben (z.B. Maschinengraben, bei guter Schneelage) und freie Hänge hinab zur Waldgrenze führen. Achtung jedoch auf quer verlaufende Felsbänder. Im Zweifelsfall halte man sich bis man die Waldgrenze erreicht eher rechts.
Varianten und andere Touren: Eine weitere Schitour auf den Sonnblick führt von Heiligenblut über das kleine Fleißkees auf den Gipfel. Eine der schönsten, jedoch anstrengensten Touren ist die Tour zum Hocharn. Man fährt hierfür vom Sonnblick hinab zum kleinen Fleißkees, quert zum Zirmsee und steigt dann über die Goldzechscharte und entlang des Grates zum Hocharn auf (ca. 3-4 Stunden). Vom Hocharn selber gibt es dann wunderbare Abfahrten nach Kolm-Saigurn.
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