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Hoher Sonnblick (3106m) |
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Der Hohe Sonnblick (3106m) ist wohl einer der bekanntesten Dreitausender der österreichischen Alpen. Das auf dem steilen Gipfel sitzende Observatorium sowie die Goldminen verhalfen diesen Berg zu seinem Ruhm. Der Sonnblick ist kein schwierig zu erklimmender Berg. Mit ein wenig Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ist man in 4-6 Stunden am Gipfel. Der übliche Aufstieg erfolgt vom Kolm-Saigurn (1500m) am Talschluss des Rauriser-Tales. Die erste Etappe führt über steile Wiesen und Almböden zur Neubauhütte (2176m), von dort aus überwindet man auf teils felsigem Weg die nächsten 500 Höhenmeter zur Rojacherhütte. Als Variante kann man den Gletscherlehrpfad bis zum Gletschertor gehen (hier kalbt der Gletscher mit Getöse ab) und von dort aus ohne Markierung den Hang zur Rojacherhütte hinauf. Der weitere Weg folgt einem Grat direkt zum Observatorium. Der Grat ist recht breit, sodass man nie gleichzeitig links und rechts runterschauen muss. Man hat immer gute Griffmöglichkeiten und es gibt nur eine Stelle, wo man kurz klettern muss (Schlüsselstelle 1). Sollte man sich auf dem Grat nicht ganz behaglich fühlen, kann man auch am Rande des Gletschers gehen. Kurz nach der Rojacherhütte sieht man links ein steil abfallendes Schneefeld in einer Scharte. Dieses Schneefeld muss man queren (Schlüsselstelle 2). Nach dem Schneefeld steigt man über die Felskante zum Gletscher auf. Am Gletscher hält man sich immer rechts (meist ist der Weg gut ausgetreten) bis die Steigung etwas abnimmt und man den Gipfel erblickt. Ich denke für jeden Vollblutmeteorologen ist dieser Berg und die Besichtigung des Observatoriums ein "Muß". Zwar erfordert der Berg sicherlich ein wenig Schwindelfreiheit und Trittsicherheit, allerdings gibt es kaum Stellen welche als extrem ausgesetzt gelten könnten. Zwei Schlüsselstellen möchte ich allerdings doch noch erwähnen: 1) Wenn man auf dem Grat von der Rojacherhütte zum Gipfel geht, gibt es eine Stelle, wo man auf einer Eisenleiter auf einen Felsen klettern muß. Die Standfläche am oben am Felsen ist sehr klein, und bei starken, böigen Wind, kann dies schon zu kleineren Problemen führen. 2) Wenn man nicht den Grat gehen will, kann man auch den Weg am Rande des Gletschers parallel zum Grad nehmen. Diesen Weg würde ich aber als anstrengender als den Gratweg einschätzen (bei starker Sonneneinstrahlung große Hitze und Gefahr von Schneeblindheit / Orientierung im Nebel). Der untere Teil des Gletschers ist sehr abschüssig. Zirka zehn Gehminuten nach der Rojacherhütte, bevor der Grad steil wird, sieht man linkerhand ein steiles Kar mit einem Schneefeld, welches man queren muß, wenn man zum Gletscher will. Dieses Schneefeld ist sehr steil und ab Spätsommer muß man mit Blankeis rechnen. In diesem Fall kann man das Schneefeld NUR mit Steigeisen und Pickel queren. Unsere Bergtour hatte das Ziel einen Beobachter des Sonnblick-Observatoriums zu besuchen. Aufgrund eines starken Sturmes (am Gipfel Böen bis 160km/h) waren wir uns nicht sicher, ob wir bis hinauf kommen würden. Wir entschlossen uns, bei der Rojacherhütte zu entscheiden ob wir weitergehen. Viel Spaß bei den folgenden den Bildern.
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Entlang von alten Trassen aus der goldenen Zeit des Sonnblicks. Der Goldabbau spielte im gesamten Tal von Rauris eine bedeutende Rolle. Nur dem Goldreichtum und dem Einsatz Ignaz Rojachers ist es zu verdanken, daß seit über 100 Jahren eine Wetterwarte am Gipfel des Sonnblicks steht. Bild: Alois M. Holzer |
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Ein verfallenes Knappenhaus der ehemaligen Goldbergwerke nahe des Gletschertores. |
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Dies bin ich - keuchend beim steilen Aufstieg zur Rojacherhütte. Links hinter mir ist das Gletschertor zu sehen, wo das Schmelzwasser austritt und der Gletscher von Zeit zu Zeit kalbt. Bild: Alois M. Holzer |
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Vom Aufstieg gibt es keine Bilder. Ob des Sturmes (der Sonnblick meldete zu dieser Zeit Windspitzen bis zu 160km/h) waren wir damit beschäftigt nicht vom Grat heruntergeweht zu werden. Hier sitze ich erschöpft im Zittelhaus bei einem Schiwasser (Alpenvereinshütte neben dem Observatorium) Bild: Alois M. Holzer |
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Am Dach des Observatoriums. Links ist der neue Windmast zu sehen, rechts der alte - über hundert Jahre alte Windmesser. ...und in der Mitte, das ist Alois.
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Der mit Klareis angeeiste Sonnenscheinautograph. |
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